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Published 21 Mai 2021
Strabag realisiert mit Stora Enso das Lehrlingsquartier des neuen Ausbildungszentrums in vorgefertigter Holzbauweise.

Foto: © Strabag

Für die Zukunft zu bauen, das trifft im Fall des Lehrlingsquartiers des Strabag Ausbildungszentrums gleich doppelt zu: Einerseits legen hier jährlich 250 Lehrlinge den Grundstein für ihre Karriere in der Baubranche und andererseits wurde auch bei der Auswahl der Baumaterialien der Nachhaltigkeitsaspekt großgeschrieben. Gemeinsam mit Stora Enso als führendem Anbieter für holzbasierte Lösungen und deren Baustoff CLT (Cross Laminated Timber, Brettsperrholz) wurde das Projekt realisiert.

Neue Möglichkeiten durch Vorfertigung mit Holz

Neben dem Bau des Lehrlingsquartiers stand bei der Zusammenarbeit vor allem die Weiterentwicklung der Holzbauweise im Fokus. Besonders viel Potential tat sich bei einem aktuellen Trendthema der Bauwirtschaft auf: Vorfertigung. Die Idee ist bekannter Weise simpel: statt bei Wind und Wetter Stein auf Stein zu bauen, werden so viele Arbeiten wie möglich im Werk erledigt.

„Wenn wir in den vergangenen Monaten eines gelernt haben, dann, dass Holz uns mindestens genauso viele Möglichkeiten bringt innovativ vorzufertigen, wie Beton“, zeigt sich Johannes Kals von Strabag-Holzbau-Österreich euphorisch. „Ergänzt um die ökologisch positiven Aspekte, sind dem Potential der Vorfertigung in der Holzbauweise kaum Grenzen gesetzt.“

Ebenso begeistert zeigt sich Bernd Troppmann, der als Area Sales Director der Stora Enso Building Solutions am Projekt maßgeblich beteiligt war: „Vorfertigung ist bei uns ja Teil des Produkts. Neben den bekannten Vorteilen von Massivholz wie schnelles Bauen durch Vorfertigung der Wand- und Deckenelemente, geringere Staub- und Lärmbelastung und hoher Genauigkeit auf der Baustelle konnte bei diesem Projekt ein noch höherer Grad der Vorfertigung ermöglicht werden, da dieses Mal bereits Fenster und Türen im Werk eingebaut und die Fassade angebracht wurde.

Bauen mit lokal produzierten Holzelementen in der Heimatgemeinde

Holz ist nicht nur ein nachwachsender Rohstoff, sondern hat auch zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit und das Wohlbefinde, ergänzt Bernd Troppmann. Das neue Lehrlingsquartier bietet damit nicht nur eine gemütliche Umgebung für die BauexpertInnen der Zukunft, sondern ermöglicht ihnen damit den bestmöglichen Start in ihre Karrieren.

„Es freut uns besonders, dass das Projekt in einer unserer ‚Heimatgemeinden‘ Ybbs, wo unser größtes Werk steht, realisiert wurde und wir unseren Teil dazu beitragen konnten. Ich bin mir sicher, dass sich mit diesem Innovationsdenken unserer beider Unternehmen die Holzbauweise noch weiter positiv auf die Zukunft der Baubranche auswirken wird“, fasst Troppmann zusammen.

Präzise Planung für hohen Vorfertigungsgrad

Vorgefertigte Holzelemente verlangen eine präzise Planung, welcher in diesem Projekt eine ganz besondere Aufmerksamkeit sowohl von Strabag als auch Stora Enso gewidmet wurde. Die Partner arbeiteten hier vor allem daran, eine innovative Planlösung zu erarbeiten, die in der Produktion und der Montage der Fertigteile eine millimetergenaue Umsetzung bedingen würde. Natürlich machte das Coronavirus die Dinge auch hier schwieriger als gedacht, da die Abstimmung rund um die Werksplanung nur über virtuelle Wege stattfinden konnte. „Die Lernkurve war hier natürlich enorm steil. Wir haben hier gemeinsam gewissermaßen Pionierarbeit geleistet, denn die CLT-Fertigteile werden normalerweise ohne Auf- und Einbauten geliefert. Die planerischen Anforderungen weichen davon logischerweise stark ab“, so Johannes Kals von Strabag.

Gemeinsamer, agiler Prozess

Die Projektspezifikationen bedeuteten auch neue Herausforderungen für die MitarbeiterInnen des CLT-Werkes in Ybbs, wie beispielsweise der Einbau von Fenstern oder die Anbringung von Fassadenelementen. Neben der Lösung dieser technischen Herausforderungen haben Strabag und Stora Enso außerdem durchwegs Prozesse vereinfacht und so die Ergebnisse verbessert. „Während des ganzen Projektverlaufs haben wir hier gleichermaßen agil und eng mit Strabag zusammengearbeitet und das Team in Ybbs hat einen fantastischen Job gemacht“, so Troppmann.

„Den Witterungseinflüssen nicht ausgesetzt zu sein und Produkte termingerecht im Werk vorzufertigen wird uns künftig große Potentiale eröffnen: extreme Verkürzungen der Bauzeit genauso wie die perfekte Qualität der umgesetzten Projekte. Eines steht jedenfalls fest: Die Planung muss im Vorfeld genau abgestimmt sein, damit wir diese Potentiale auch nutzen können. Und dazu braucht es starke Partner wie Stora Enso mit Strabag“, ergänzt er.

In nur 11 Tagen errichtet

Das Strabag Lehrlingsquartier am Gelände des Ausbildungszentrums in Ybbs stand dank der detaillierten Werksplanung bereits in knappen elf Tagen. Dabei waren Fassadenaufbauten, Fenster, Laibungslüfter und teilweise die Elektroinstallationen auch schon eingebaut. Dadurch ergeben sich durch den hohen Vorfertigungsgrad auch Vorteile wie den einer verkürzten Bauzeit. Dazu kommt es besonders auf das handwerkliche Geschick der einzelnen KollegInnen an, wie schnell so ein Gebäude schlussendlich steht. Für die Lehrlinge transportiert das Gebäude an sich also eine Botschaft, die sie durch die Lehre begleiten wird: Während nachhaltige Werkstoffe immer mehr an Bedeutung gewinnen und viel auf Robotisierung und Digitalisierung gesetzt wird, ist das handwerkliche Geschick und eine darauf abgestimmte Ausbildung jedes Projektbeteiligten hier ein ausschlaggebender Faktor. Und das wird sich auch in Zukunft so schnell nicht ändern.

Whitepaper: Top 10 Gründe für Bauen mit Holz

Bauen mit Holz bringt vielfältige Vorteile für das allgemeine Wohlbefinden mit sich – welche das sind und wie man diese am besten nutzen kann, hat Stora Enso gemeinsam mit der Technischen Universität München in einem Whitepaper zusammengefasst.  

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Als Teil der Bioökonomie zählt Stora Enso zu den weltweit führenden Anbietern nachhaltiger Lösungen für die Bereiche Verpackung, Biomaterialien, Holzbau und Papier. Stora Enso beschäftigt rund 23 000 MitarbeiterInnen und vertreibt ihr Portfolio in mehr als 50 Ländern. Die Aktien des Unternehmens werden an den Wertpapierbörsen von Helsinki (STEAV, STERV) und Stockholm (STE A, STE R) gehandelt.