YM Group geht von Folienverpackungen zu Papierumschlägen über

Published 25 März 2021 by SILJA KUDEL
Das führende britische Druckunternehmen YM Group hat sich entschieden, dass es Zeit ist, das Problem des Plastikmülls ernsthaft anzugehen. Seine Entscheidung, von Folienverpackungen zu Papierumschlägen überzugehen, erwies sich als kluger Schachzug – aus Gründen, die über die Umwelteffizienz hinausgehen.

Es gibt immer mehr Belege für die verheerende Umweltbelastung durch Plastik. Nur neun Prozent des Plastikmülls werden recycelt, während der Großteil auf Deponien entsorgt wird oder in die Umwelt gelangt. Angaben des Weltwirtschaftsforums zufolge könnten die Meere im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische enthalten.  

Die VerbraucherInnen sind bereit für eine Veränderung. Eine vor kurzem durchgeführte Umfrage zeigte, dass sich 82 Prozent der britischen Bevölkerung aktiv bemühen, die Menge an Plastikmüll, die weggeworfen wird, zu verringern. Da die Öffentlichkeit Einwegplastik immer mehr ablehnt, können es sich die Produzenten nicht leisten, den Druck des Marktes in Richtung nachhaltigere Verpackungen zu ignorieren. 

Problematische Folienverpackungen 

Eines der größten Probleme im Zusammenhang mit Plastik, mit denen die Druckbranche konfrontiert ist, sind Folienverpackungen, ein Polyethylenfilm mit niedriger Dichte, der für den Versand von abonnierten Zeitschriften an die LeserInnen verwendet wird. Millionen folienverpackter Artikel werden jede Woche durch Großbritannien transportiert und erzeugen eine riesige Menge an unrecyceltem Müll.  

Vor 18 Monaten begann das führende Druck- und Marketingunternehmen YM Group, nach Ersatzprodukten für Folienverpackungen Ausschau zu halten. Es wandte sich an seinen langjährigen Partner Stora Enso, um auf der Suche nach einer erneuerbaren, faserbasierten Alternative Hilfe zu erhalten.  

„Wir begannen, uns nach einer passenden Papiersorte umzusehen, die als tragfähiger, umweltfreundlicher Ersatz für Folienverpackungen dienen kann. Die YM Group hat jetzt einen stufenweisen Übergang zu Zeitschriftenverpackungen aus Papier eingeleitet“, erklärt John Bradbourne, Sales Manager bei Stora Enso Paper UK. 

Erfüllung aller Kriterien  

Die Entscheidung fiel auf die Papiersorte BergaClassic Preprint 75 g, die ein gutes Gleichgewicht von Festigkeit, postalischem Gewicht, ansprechendem Erscheinungsbild und digitaler Bedruckbarkeit bietet. 

„Plastik bietet traditionell Vorteile, da es leicht, langlebig, wasserbeständig und kosteneffektiv ist. Zusätzlich zu diesen Anforderungen benötigte die YM Group eine zweckmäßige Papiersorte, die auch gut aussieht“, beschreibt Bradbourne. 

BergaClassic Preprint erfüllte sämtliche Kriterien, da es sich sowohl im heißtrocknenden Rollenoffsetverfahren, HSWO, als auch digital bedrucken lässt und eine vollständig personalisierte Kommunikation ermöglicht, um eine bessere Interaktion mit den KundInnen zu unterstützen. Es kann verwendet werden, um mehrere Veröffentlichungen zu verpacken, und dem Paket können leicht Beilagen hinzugefügt werden.  

Da es 100-prozentig erneuerbar ist, fördert es ein grünes Markenimage und veranschaulicht das Engagement der YM Group für die Bekämpfung von Plastikmüll. Im Unterschied zu Folienverpackungen lässt es sich leicht recyceln und unterstützt ISO14001. 

Neben den offensichtlichen ökologischen Vorteilen bietet die Papierverpackung noch weitere Vorzüge, die man zum Zeitpunkt des Projektstarts nicht vorhergesehen hatte. 

Neuer Marketingkanal 

Als vollständig recycelbare Verpackung erfüllt die Papierumhüllung die Voraussetzungen für einen Nachhaltigkeitsrabatt im Rahmen des Umweltanreizprogramms des nationalen britischen Postdienstes Royal Mail. Zudem lassen sich Papierverpackungen in den Maschinen der Royal Mail leichter verarbeiten und können durch die bessere Sortierbarkeit zu einem günstigeren Porto verschickt werden.  

Als weiteres positives Ergebnis stellte die YM Group fest, dass der Papierumschlag eine profitable neue Plattform für den Verkauf von Werbeflächen bietet. Die Zeitschriften-Papierverpackung ist vollständig individualisierbar und bietet praktisch unbegrenzte Möglichkeiten für maßgeschneidertes Design und Bedrucken. 

„Die YM Group kann Werbeanzeigen auf die Verpackung drucken, was neue Einkommensströme für das Unternehmen geschaffen hat. Besonders beliebt ist dieses neue Marketingmedium bei Unternehmen mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein“, erläutert Bradbourne. 

Einen Schritt voraus 

Bradbourne fügt hinzu, dass die neue Zeitschriften-Papierverpackung der YM Group ein breiteres Interesse bei Einzelhändlern und Verlagen im britischen Zeitschriftenabo-Sektor geweckt hat.  

Da sich die britische Regierung die Bekämpfung von Plastikmüll auf die Fahne geschrieben hat und die Europäische Union ein Verbot von Einwegplastik beschlossen hat, das im Juli 2021 in Kraft tritt, kommt die Entscheidung der YM Group, von Folien- zu Papierverpackungen überzugehen, zum richtigen Zeitpunkt. Früher oder später werden andere nachziehen. 

„Erneuerbare, recycelbare Papierlösungen erregen gegenwärtig Interesse in der breiteren Druckgemeinschaft. Alle betrachten Möglichkeiten, auf Papierverpackungen umzustellen. Ich gehe davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren zum vorherrschenden Trend entwickeln wird“, erklärt Bradbourne abschließend. 

Als Teil der Bioökonomie zählt Stora Enso zu den weltweit führenden Anbietern nachhaltiger Lösungen für die Bereiche Verpackung, Biomaterialien, Holzbau und Papier. Stora Enso beschäftigt rund 23 000 MitarbeiterInnen und vertreibt ihr Portfolio in mehr als 50 Ländern. Die Aktien des Unternehmens werden an den Wertpapierbörsen von Helsinki (STEAV, STERV) und Stockholm (STE A, STE R) gehandelt.