Holzgebäude helfen dem Gesundheitswesen

Die beruhigenden und gesundheitsfördernden Eigenschaften von Holz erfahren immer mehr Anerkennung. Das führt zu einer wachsenden Nachfrage nach Beispielen für den Einsatz von Massivholz in Gesundheitseinrichtungen. Die Argumente für den Einsatz von Holz in den verschiedensten Gesundheitseinrichtungen sind vielfältig.
Foto: Sanlas Group Render: Sanlas Group / Foto Studio Wien | Stora Enso partner: ZMP

PatientInnen sind durch ihren gesundheitlichen Zustand einer starken mentalen Belastung ausgesetzt, und auch die MitarbeiterInnen im Gesundheitsbereich unterliegen hohen Stresslevels, weil sie auf lebensbedrohliche Situationen reagieren müssen. Mehrere Studien weisen nachdrücklich darauf hin, dass eine Verbindung zur Natur durch die Innenraumgestaltung oft eine stressreduzierende Wirkung hat, insbesondere auf das psychische Wohlbefinden. Besonders wirkungsvoll sind dabei naturbezogene architektonische Elemente wie freiliegendes Naturholz, das unverblümt zur Geltung kommt.

In der Forschung des Ingenieur- und Gesundheitswesens wird derzeit untersucht, wie sich Massivholz – insbesondere als Baumaterial – für die Konstruktion von Gesundheitseinrichtungen eignet. Bereits 1984 wurde eine Studie durchgeführt, der zufolge sich PatientInnen nach einer Gallenblasenoperation schneller erholten und einen Tag früher aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten, wenn sie aus ihrem Fenster in die Natur blicken konnten, anstatt auf die Krankenhausmauern.

Die Kosten werden erheblich reduziert, wenn PatientInnen auch nur einen Tag weniger stationär versorgt werden müssen – und dies ist nicht der einzige wirtschaftliche Vorteil, den ein Krankenhaus in biophilem Design erzielen kann.

Hygiene ist im Gesundheitswesen von größter Bedeutung. Untersuchungen haben gezeigt, dass unbehandelte Holzwerkstoffe antimikrobielle Eigenschaften haben und gegen eine Vielzahl von Krankheitserregern wirken, die für Infektionen im Gesundheitswesen verantwortlich sind. Die am häufigsten vorkommenden Mikroben können auf porösen Materialien nicht so gut überleben wie auf glatten Oberflächen. Es wurde nachgewiesen, dass Holzoberflächen sich ähnlich gut reinigen lassen wie Oberflächen aus anderen Materialien.

Abseits der genannten wirtschaftlichen Vorteile tragen die freiliegenden Sylva™ CLT-Elemente zu einer gesunden Raumluftqualität bei und sind M1-klassifiziert: Das bedeutet, dass sie nachweislich nur wenig flüchtige organische Verbindungen freisetzen; also emissionsarm sind.

Stora Enso hat bereits Holzprodukte für verschiedene Bauprojekte in Gesundheitseinrichtungen geliefert.

Catkin Centre und Sunflower House

Das Catkin Centre und das Sunflower House im britischen Liverpool bieten eine psychiatrische Behandlung für Kinder und Jugendliche an. Beteiligt am Bau der Häuser war unser Partner B&K Structures.

Die Wohneinrichtung für junge Menschen mit komplexen und anhaltenden psychischen Erkrankungen umfasst eine stationäre psychiatrische Abteilung mit 12 Betten für Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren.

Das Zentrum bietet jedoch auch ambulante Leistungen an, unter anderem zur Behandlung von Autismus, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung) und Essstörungen sowie Entwicklungspädiatrie, psychologische Hilfe und Krisenversorgung für Kinder und Jugendliche. Für diese zahlreichen Angebote waren verschiedene Arten von Räumen wie Spiel- und Ruheräume, Sprechzimmer, Familientherapieräume, Räume für Kunst- und Musiktherapie, Büros und Tagungsräume erforderlich. 

Mehr erfahren: Alder Hey Kinderkrankenhaus: Catkin Centre und Sunflower House

Foto: B&K Structures / ©Paul Raftery

EHPAD La Résidence de la Pévèle

EHPAD La Résidence de la Pévèle ist Frankreichs erstes Passivkohlenstoff-Pflegeheim, entstanden in Zusammenarbeit mit Création Bois Construction. Dort sind Holz und Beton kombiniert: Das Erdgeschoss, die Treppenhäuser und die Aufzüge bestehen aus Beton, während die Räume und Böden aus Holz gebaut wurden. Die Außenfassade hat eine Holzverkleidung und der Boden und das Dach bestehen aus CLT.

Das Pflegeheim verfügt über 88 Zimmer, aufgeteilt in eine Wohneinrichtung mit vier Wohneinheiten (60 Betten) und ein Alzheimerzentrum im Erdgeschoss mit zwei Wohneinheiten (28 Betten). 

Mehr erfahren: EHPAD La Résidence de la Pévèle

Foto: Création Bois Construction / ©Eiffage

Cranleigh Health Centre

Das Cranleigh Health Centre im britischen Surrey ist eines der ersten Projekte von Stora Enso, bei denen Massivholz für die Tragkonstruktion einer Gesundheitseinrichtung verwendet wurden. Es entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner EURBAN. Es ist ein Paradebeispiel für moderne Architektur im Gesundheitswesen, die Sylva™ CLT von Stora Enso verwendet.

Das Design verbessert die Funktionalität des Gesundheitszentrums und bietet geräumige Sprechzimmer, Wartebereiche für PatientInnen, Behandlungsräume, kleinere Operations- und Verwaltungsräume.

Ästhetisch bieten die freiliegenden CLT-Oberflächen, welche die natürliche Maserung und Textur des Holzes zeigen, eine beruhigende und therapeutische Umgebung.

Mehr erfahren: Cranleigh Health Centre

Foto: EURBAN / © Morgan Sindall & SR Architects

Klinik Hollenburg

Die Klinik Hollenburg in Österreich, beliefert von unserem Partner ZMP Holzbausysteme, widmet sich der psychiatrischen Rehabilitation. Sie ist eines der ersten Bauprojekte, bei dem Massivholz für eine Klinik eingesetzt wurde. Für die Außenwände, Trennwände und für die Dachkonstruktion wurde ein vorgefertigter SylvaTM-Bausatz in sichtbarer und nicht sichtbarer Ausführung verwendet.

Die Klinik hat ein zentrales Foyer, das verschiedene Gebäudeteile miteinander verbindet. Die insgesamt 100 Einzel- und 10 Zweibettzimmer sind auf verschiedene Stationen und Therapiebereiche verteilt. Die Einrichtung umfasst auch eine Tagesklinik und ambulante Dienste.

Mehr erfahren: Klinik Hollenburg

Foto: Sanlas Group Render: Sanlas Group / Foto Studio Wien | Stora Enso partner: ZMP

OPZ

Das OPZ (von CLT-S) in der Stadt Geel fungiert als Erweiterung eines kinder- und jugendpsychiatrischen Zentrums, das einst eine der größten CLT-Baustellen Belgiens darstellte. Es beherbergt insgesamt 34 Stationen, die überwiegend als Zimmer für PatientInnen und als Büroräume genutzt werden. Für die Entscheidung des Kunden, CLT von Stora Enso zu verwenden, gab es viele Gründe – einer davon war, dass freiliegendes Holz ein naturnahes Wohnerlebnis schafft. 

Mehr erfahren: OPZ

Foto: CLT-S / OPZ

Hope Street

Hope Street von EURBAN im britischen Southampton ist ein Pilotprogramm für Frauen im Strafvollzug. Hope Street ist zwar keine Gesundheitseinrichtung im klassischen Sinn, verkörpert aber auf beeindruckende Weise die Prinzipien des „Trauma-informed Design“ mithilfe von Massivholz.

„CLT (Brettsperrholz) ist ein wesentlicher Teil des Designs und bringt entscheidende Vorteile die Umwelt – seine natürliche Wärme und Schönheit spielen eine Schlüsselrolle, um eine biophile, gesundheitsfördernde Umgebung zu schaffen. Es ist seit Langem bekannt, dass sich die biophilen Eigenschaften von Holz positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken können, da sie die Raumluftqualität verbessern und das Stressniveau reduzieren. Berichten zufolge können so sogar die Herzfrequenz und der Blutdruck gesenkt werden. Außerdem wird ein Gefühl der Verbundenheit mit der Natur vermittelt. Für uns war es das perfekte Material für Hope Street und wir fragten uns: ,Welche Rolle soll CLT spielen?‘ Die Antwort lautete: ‚Wir wollen es dort verwenden, wo es harmonisch zum Ganzen beiträgt‘ – und das ist wunderbar gelungen“, erklärt Mike Worthington, der leitende Architekt von Hope Street. 

Mehr erfahren: Hope Street

Foto: EURBAN / ©Craig AucklandFotohaus

In Zusammenarbeit mit unseren Partnern ZMP Holzbausysteme, CLT-S, EURBAN, B&K Structures und Création Bois Construction haben wir unsere Massivholz-Produkte bereits erfolgreich für mehrere Bauprojekte im Gesundheitswesen geliefert.