Dekarbonisierung der Bauwirtschaft
Durch Klimawandel, demografische Entwicklungen und Urbanisierung steht auch der Bausektor vor Veränderungen. Baumaterialien tragen zu den globalen CO₂-Emissionen bei. Holz kann in bestimmten Anwendungen eine Alternative zu Materialien wie Beton oder Stahl darstellen. Wir bieten Lösungen auf Holzbasis für den Bausektor und unterstützen damit ressourceneffiziente Bauweisen.
Holz ist ein Baumaterial, das Kohlenstoff natürlich bindet
Durch den Einsatz von Holz anstelle herkömmlicher Baumaterialien in Tragwerken, können die Emissionen um 60 Prozent reduziert werden (Oregon State University: Use of structural wood in commercial buildings reduces greenhouse gas emissions / deutsch: Der Einsatz von Bauholz in Gewerbeimmobilien verringert die Treibhausgasemissionen).
Der weltweite Gebäudebestand wächst jedes Jahr um etwa 2 Milliarden Quadratmeter. Holz kann in vielen Bauanwendungen eingesetzt werden und bietet das Potenzial, die Treibhausgasemissionen von Bauprojekten zu beeinflussen. Die Materialwahl spielt dabei eine wichtige Rolle für die Umweltwirkungen eines Gebäudes über seinen Lebenszyklus.
Holz ist ein leichtes, aber dennoch stabiles Baumaterial, das die gleiche Tragfähigkeit wie Beton aufweist (CEA13-14823835.pdf [hrpub.org]) und somit den Aufbau leichterer Fundamente auf bestehenden Strukturen ermöglicht. Ein geringeres Gewicht wiederum kann auch die Transportemissionen/Logistikkosten senken.
Leichte und vorgefertigte Bauweisen können je nach Projektanforderung logistische und baubetriebliche Vorteile bieten. Dazu gehören kürzere Bauzeiten, weniger Verkehr auf der Baustelle sowie die Reduzierung von Materialverlusten und Abfällen vor Ort.
Natürliche Kohlenstoffspeicherung
Wenn Bäume wachsen, entziehen sie der Luft CO₂. Der Kohlenstoff wird dann in Gebäuden gespeichert, während neue Bäume nachwachsen und mehr CO₂ aufnehmen.
Gemäß unseren unabhängig verifizierten Umweltproduktdeklarationen (EPD) speichern unsere Holzprodukte rund 750 kg CO₂/m³.
Doch gibt es überhaupt genug Bäume, um weiterhin mit Holz zu bauen? Dies hängt von einer verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung und der langfristigen Regeneration der Wälder ab, die wir durch eine verantwortungsvolle Nutzung der Waldressourcen und entsprechende Maßnahmen unterstützen.
Mehr zum Thema in unserem Podcast: Europe’s forests are getting bigger – here’s why [deutsch: Europas Wälder werden immer größer – wie kommt’s?]
Kreislauffähigkeit
Holzgebäude können wiederverwendet, repariert, umgebaut, renoviert, aufgearbeitet, weiterverkauft, umfunktioniert und neu gestaltet werden. Am Ende ihrer Nutzungsphase bestehen je nach lokalen Rahmenbedingungen verschiedene Verwertungsoptionen, darunter Wiederverwendung, Recycling oder energetische Nutzung. Eine längere Nutzung von Holzprodukten kann zugleich die Dauer der Kohlenstoffspeicherung im Material verlängern und den Rohstoff über mehrere Lebenszyklen hinweg nutzbar machen.
Mit weniger mehr erreichen – Building Concepts by Stora Enso
- Viel zu häufig werden Gebäude abgerissen, nicht weil sie zu verfallen drohen, sondern weil sich die Bedürfnisse geändert haben.
- Stora Enso hat sich dieses Problems angenommen und ein Building Concept für die Mehrzwecknutzung von Gebäuden entwickelt, das den Bedarf an klimaschädlichen Abrissen reduziert.
- Das Mehrzweckkonzept macht die mehrfache Umnutzung der Gebäudestruktur für verschiedene Zwecke möglich. Was heute ein Büro ist, kann morgen ein Hotel sein.
Holz fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden
Wir alle empfinden die natürlichen, warmen und gesunden Eigenschaften von Holz als angenehm – das ist wissenschaftlich belegt (Strobel, K.; Nyrud, A. Q.; Bysheim, K. Interior Wood Use: Linking User Perceptions to Physical Properties. Scand. J. For. Res. 2017, 32, 798–806).
Es gibt immer mehr Belege dafür, dass die Vorteile von Holz als Baumaterial über die ökologische Nachhaltigkeit hinausgehen. Gebäude aus Holz wirken sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus und fördern die Kreativität.
Lesen Sie unser Whitepaper zum Thema Wohlbefinden: 10 Gründe, warum Holzgebäude gut für Sie sind
Wälder bilden die Grundlage unserer erneuerbaren Lösungen
Stora Enso ist einer der ältesten und mit einer Waldfläche von 2 Millionen Hektar auch einer der größten privaten Waldeigentümer weltweit.
Wir betrachten unsere Geschichte und unseren Waldbesitz nicht nur als eine bedeutende Investition, sondern auch als eine große Verantwortung. Diese zweifache Sichtweise lprägt unseren Nachhaltigkeitsansatz und sichert eine ausgewogene und ganzheitliche Strategie.
Wir setzen uns für eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung sowie die langfristige Regeneration der Wälder ein. Wälder sind zudem unser größtes und wichtigstes langfristiges Kapital, denn aus ihnen stammen die erneuerbaren Rohstoffe für unsere Produkte.