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Vom Bilderbuch zum Roman: Warum für Kinder das Lesen eine lebenslange positive Erfahrung ist

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Kinder für das Lesen zu begeistern, hat viele Vorteile. Aber wie lassen sie sich angesichts der vielen digitalen Ablenkungen am besten zum Lesen anregen?
Lesen gilt – ebenso wie gesund essen und regelmäßig bewegen – allgemein als etwas, das wir alle einfach tun sollten.

Studie um Studie zeigt, dass fleißige Leser:innen über einen größeren Wortschatz verfügen (was in allen Lebenslagen hilfreich ist), besser bezahlte Jobs bekommen, weniger Stress haben und vieles mehr.

Es gibt also Gründe genug, Kindern das Lesen nahezubringen.

Laut Diana Gerald, Geschäftsführerin der britischen Kinderhilfsorganisation BookTrust, sind Kinder, die lesen, glücklicher, gesünder, empathischer und kreativer. „Sie sind auch besser in der Schule“, sagt sie.

Eine steigende Flut von Ablenkungen

Leider war die Zahl der „anderen Dinge“, die ein Kind vom Lesen ablenken können, noch nie so groß wie heute.

Geradezu schockierend ist, dass fast zwei Drittel der Kinder in Großbritannien heute ein Smartphone besitzen – und in Finnland ist der Anteil sogar noch höher. Eine aktuelle Studie ergab, dass fast alle Siebenjährigen in Finnland ein Smartphone haben.

Laut Minna Torppa, Expertin für das Lesen von Kindern an der Universität Jyväskylä, ist das ein Problem. „Als ich aufwuchs, gab es nicht viel zu tun, außer im Wald herumzulaufen oder Bücher zu lesen“, sagt sie. „Selbst das Fernsehen war vor nicht allzu langer Zeit nicht so unterhaltsam!“

Smartphones können natürlich auch Lesestoff liefern. Wie Torppa bemerkt, zeigen die Untersuchungen aber, dass kürzere Texte und Posts in den sozialen Medien nicht den gleichen Nutzen haben wie das Lesen von Romanen. 

Es gilt daher, Kinder so früh wie möglich für das Lesen von Büchern zu begeistern. 

Bindung und Gehirnentwicklung

Es ist nie zu früh für Eltern, mit ihrem Kind zu lesen, sagt Gerald. „Gemeinsames Lesen im frühen Alter kann die Entwicklung des Gehirns fördern und stellt für die Eltern eine schöne Möglichkeit dar, eine Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen“, sagt sie.

Zudem ist es das perfekte Sprungbrett für lebenslange Lesegewohnheiten. Eine BookTrust-Umfrage unter mehr als 5.000 Familien ergab, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind während seiner gesamten Kindheit regelmäßig selbst liest, größer ist, wenn es von Menschen umgeben ist, die ihm vorlesen. 

Die Eltern spielen daher eine entscheidende Rolle. „Die größte Wirkung sehen wir, wenn Eltern mit ihren Kindern lesen, bevor diese selbst lesen können“, so Torppa weiter. „Das führt zu einer Verbesserung der Sprache und des Wortschatzes des Kindes, und wir haben festgestellt, dass sich dies in der Schule bis zum Alter von 15 Jahren auszahlt.“

Neben dem schulischen Aspekt gibt es aber noch weitere Vorteile. So gaben etwa in einer Untersuchung des britischen National Literacy Trust, die während der Corona-Lockdowns 2020 durchgeführt wurde, 60 Prozent der befragten Kinder an, dass sie sich durch Lesen besser fühlten.

Wie man Leser:innen heranzieht

Minna Torppa hat drei Tipps für den richtigen Start, wenn wir unsere Kleinen zum Lesen anregen wollen. Als Erstes gilt es herauszufinden, was das Kind interessiert. „Das Thema muss interessant sein, wenn wir wollen, dass das Lesen zu einer freiwilligen Tätigkeit wird“, erklärt sie.

Als Nächstes sollten wir dafür sorgen, dass das Lesen als positive, gemeinsame Aktivität angesehen wird – als etwas, das Spaß macht, und nicht als lästige Pflicht. „Und schließlich müssen sich die Kinder kompetent fühlen, also muss das Niveau des Buches angemessen sein“, schließt Torppa. „Zielen Sie also nicht zu hoch.“

Gerald regt wiederum an, beim Vorlesen den einzelnen Charakteren eigene Stimmen zu geben und ihnen so eine zusätzliche Dimension zu verleihen. Auch sollten die Kinder selbst entscheiden dürfen, welche Bücher sie lesen möchten. „Und denken Sie daran“, sagt sie, „dass Sie mit dem gemeinsamen Lesen nicht bis zur Schlafenszeit warten müssen. Vorlesen kann man überall und jederzeit.“

Kinder ans Lesen heranzuführen ist ein so wichtiges Thema, dass man nicht lange nach Rat suchen muss. Anfang des Jahres z. B. hat die britische Regierung eine ganze Liste mit Tipps für Eltern veröffentlicht, von denen einer der besten lautet, „Bücher zum Leben zu erwecken“. 

So könne man z. B. spielen, man sei eine Figur aus einem Buch, das man gerade gelesen hat. Darüber hinaus wird vorgeschlagen, das Lesen „aktiv“ zu gestalten – vielleicht durch eine Schatzsuche, die auf dem gemeinsam Gelesenen basiert. 

Heute die Initiative ergreifen

Der wichtigste Tipp aber lautet, überhaupt zu lesen. Wir wissen zwar alle, dass Kinder zum Lesen ermutigt werden sollten, aber leider scheitern nicht wenige schon an der ersten Hürde.

„Sechsundneunzig Prozent der Familien, mit denen wir gesprochen haben, gaben an, dass es ihnen wichtig ist, dass ihr Kind liest“, sagt Gerald, „aber 33 Prozent sagten, dass sie das Lesen nicht als einen großen Teil ihres Familienlebens betrachten.“

Eine Lösung wäre daher, die Kinder in einer Umgebung aufwachsen zu lassen, in der Bücher zum Alltag gehören. Und das lässt sich leicht bewerkstelligen, indem die Eltern selbst mehr lesen – und vielleicht sogar eine längst vergessene alte Leidenschaft für Bücher wiederentdecken. 

Wie die New York Times zum Thema schrieb, wie man Kinder für Bücher begeistert: „Wenn du dein Kind zum Lesen bringen willst, dann lese selbst.”

Denn der Mensch lernt durch Nachahmung.
Diana Gerald

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Diana Gerald

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