Balanceakt für Stora Enso, während der Papiermarkt wieder an Fahrt gewinnt

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Die jüngste Rohmaterialknappheit und die Kosteninflation im Papiergeschäft haben zu größeren Preiserhöhungen geführt, während die Umstrukturierung der Branche kombiniert mit der Erholung der Wirtschaft eine Überbuchung verursacht hat. Aber die Marktaussichten sind ausgewogener, denn Stora Enso besitzt wettbewerbsfähiges und nachhaltiges Papiervermögen, von dem ihre Kunden profitieren.

„Während die Pandemie einigen Geschäftsbereichen Rückenwind verschafft hat, darunter Verpackungen und Holzgebäudelösungen bei Stora Enso, hat sie in unserem Geschäft für Gegenwind gesorgt“, klagt Kati ter Horst, EVP, Stora Enso, Division Paper. 

Mit 25 Jahren im Geschäft hat ter Horst noch nie etwas gesehen, das mit der Papierindustrie der letzten eineinhalb Jahre vergleichbar gewesen wäre. Die Papiernachfrage ist in Europa seit 2007 Jahr um Jahr langsam zurückgegangen, aber nicht ansatzweise so stark wie der historische Einbruch um 18 Prozent, den es 2020 gegeben hat. Auch die Papierpreise stürzten ein und erreichten im Sommer 2021 ein Allzeittief. 

„Deshalb können die aktuellen unvermeidlichen Preiserhöhungen angesichts der steigenden Rohmaterial- und Energiekosten stärker erscheinen, als sie es tatsächlich sind“, erklärt ter Horst, „da sie von einem so niedrigen Bezugspunkt aus erfolgen.“

Rohmaterialknappheit

Der Lebensstil des Zuhausebleibens während des Lockdowns, der eine beispiellose E-Commerce-Zunahme auslöste, ließ auch den Markt für die Herstellung von Versandkartons explodieren, der teilweise dasselbe Rohmaterial aus recycelten Fasern verwendet wie die Papierhersteller. „Dies hat die Beschaffung so schwierig gemacht und den Preis in die Höhe getrieben“, erklärt ter Horst.

Auf der anderen Seite bedeutete ein deutlicher Rückgang der Produktion für Frischfaserpapier während der Pandemie, dass entsprechend weniger Papier in die Kreislaufwirtschaft der Branche zurückfloss. Kombiniert mit der Umstrukturierung und der wirtschaftlichen Erholung bedeutet dies, dass Stora Ensos Division Paper jetzt überbucht ist und mehr Aufträge hat, als sie erfüllen kann.

„Es ist für unsere Kunden herausfordernd gewesen, und für uns ebenfalls“, sagt ter Horst, die die Kunden um Geduld bittet. „Aber die Preiserhöhungen werden noch eine Weile andauern müssen, während wir daran arbeiten, alles wieder ins Gleichgewicht zu bringen.“ 

Abgebaute Kapazitäten 

Stora Enso hat sicherlich ihren Beitrag dazu geleistet, Überkapazitäten aus der Branche herauszunehmen. Ter Horst nennt zwei schmerzliche und prominente Werksschließungen in Veitsiluoto in Finnland und Kvarnsveden in Schweden sowie einen erfolgreichen Werksumbau in Oulu sowie die erfolgreiche Veräußerung einiger weiterer Werke. 

„Dadurch sind uns nur noch unsere wettbewerbsfähigsten Anlagegüter geblieben“, berichtet ter Horst. „Deshalb werden wir, während sich die Dinge wieder normalisieren, noch besser dafür positioniert sein, unsere Kunden zu bedienen.“ 

Gute grüne Neuigkeiten 

Es hat auch gute Nachrichten für Kunden gegeben, nämlich auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit. Die jüngste davon war die Bekanntgabe einer neuen Biogaspartnerschaft mit Gasum im Werk Nymölla in Schweden. Die neue gemeinsame Onsite-Anlage wandelt Abwasser in grüne Energie um, um Biogas für Fernverkehrs-Transportflotten zu produzieren. Darüber hinaus hat die Division Paper in gezielte CO2-Reduzierungen und Bioenergie investiert, in Maxau und zuletzt in den Werken Anjala und Nymölla. 

Der Wasserverbrauch von Stora Ensos Papierwerken wurde bereits auf ein Mindestmaß gesenkt – 96 Prozent des Prozesswassers werden gereinigt und wieder der Natur zugeführt. Zudem streben die Werke nach Abfallfreiheit, sodass fast nichts auf Deponien entsorgt wird. „Durch Reduzieren all dieser Umweltbelastungen“, erklärt ter Horst, „haben wir auch unseren Kunden geholfen, ihre eigenen Emissionen zu senken und ihre Nachhaltigkeitsperformance zu verbessern.“  

Digitale Dienstleistungen hoch im Kurs  

Während der Pandemie rückten digitale Dienstleistungen auch ins Zentrum des Dienstleistungsangebots für die Kunden der Division Paper, was sich durch eine verstärkte Nutzung eines digitalen Werkzeugs namens eFlowOnline zeigte.  

„Mithilfe des Werkzeugs können Kunden rund um die Uhr ihre Bestellungen verfolgen und mit uns in Kontakt stehen“, berichtet ter Horst, die noch mehr Kunden dazu ermuntert, die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Net Promoter Scores und Kundenfeedback haben gezeigt, dass das Werkzeug in der Branche eine geschätzte digitale Kundendienstplattform ist. „Und das sagt eine Menge aus“, schwärmt ter Horst.  

Darüber hinaus nutzen Kunden eine wachsende Zahl von digitalen Lösungen, die dazu konzipiert sind, Probleme leichter aus der Ferne lösen zu können. „Unser technischer Kundendienst wurde besonders gut aufgenommen“, erinnert sich ter Horst“, während wir einander nicht persönlich treffen konnten.“ 

Allmähliche Öffnung 

Nachdem jetzt allmählich wieder Öffnungen stattfinden, will sie nicht länger hinter dem Computer sitzen, sondern so viele Produktionsstandorte und Kunden besuchen wie möglich.  

Es heißt, Abstandhalten sei für Finnen etwas ganz Natürliches, aber ter Horst ist in dieser Hinsicht keine typische Finnin. Mit ihrem beachtlichen Hintergrund im Vertriebswesen beschreibt sie sich selbst als Fan von persönlichen Treffen.     

„Kunden kennen mich, und es hat mir wirklich gefehlt, hinauszukommen und ihnen persönlich zu begegnen“, erzählt sie.  

Ter Horst plant auch, ihren Helm aufzusetzen und ihre Gummistiefel anzuziehen, um Werksbesuche zu machen. Stora Ensos Werke haben alle während der Pandemie reibungslos ohne geschäftliche Rückschläge weitergearbeitet, und sie möchte dem Personal gratulieren. „Unsere Werksangestellten hatten nicht die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten“, erinnert sich ter Horst. „Sie mussten anwesend sein, und ihnen wurde viel abverlangt, als es darum ging, neue Arbeitsweisen selbst für die einfachsten Aufgaben zu finden.“  

Doch wohin sich ter Horst auch begibt, sie wird sich erst einmal gegen den Wind bewegen müssen.  

„Zumindest bis Ende des Jahres, wenn wir wieder besser aufgestellt sind, um unsere Kunden zu bedienen, und sich die Marktlage verbessert.“

Stora Enso papier
Kati ter Horst

„Deshalb werden wir, während sich die Dinge wieder normalisieren, noch besser dafür positioniert sein, unsere Kunden zu bedienen.“ 

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